Montag, 29. Oktober 2012

Vom kanadischen Zuhause.

Vorgestern Abend haben Ellen und Angela (ihre schwangere Mitbewohnerin) uns angeboten noch eine Woche länger bei Ihnen zu bleiben. Dafür bezahlen wir jeder 125 $ und bekommen kostenloses Essen.
Und zwar alles was wir wollen. Hier läuft es so ab, dass wir am Morgen 40 $ in die Hand gedrückt bekommen, um davon ein bisschen was zum Abendbrot zu kaufen. Den Rest sollen wir für "treats" (Süßigkeiten, Leckereien) ausgeben, oder uns einen Café kaufen, wenn wir mit den Hunden Gassi gehen.



Zum Abendbrot kochen Ellen, Nickel und ich immer ziemlich leckere Sachen. Vorgestern gab's Lasagne, gestern Fajitas (gefüllte, mexikanische Tortilla-Rollen) und heute gibt es auch wieder mexikanisch.
Die Hunde finden das auch ziemlich gut - wenn ihr wüsstet, wie gut die betteln können! 




Heute waren wir in der Stadt und haben unsere Lebensläufe in Geschäften verteilt. Vielleicht kriegen wir in ein paar Tagen einen Anruf und bekommen einen Job! Drückt die Daumen, denn auf Dauer wird's immer weniger mit den Ersparnissen. (Spart schonmal für Weihnachten, oder wollt ihr uns in anderthalb Monaten schon wieder? ;) )

Wir denken lieb an euch!
Hanni & Nickel

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Vom kanadischen Luxusleben!

Hallo ihr Lieben,

es ist viel passiert in den letzten 3 Tagen.

Zuerst sind wir aus dem Samesun Hostel ausgecheckt, weil verlängern zu teuer gewesen wäre. Sage und schreibe 177$ im Sechser-Zimmer pro Woche.
Nach einigem Rumhören haben wir uns dann das C&N-Backpackers (171$ im Einzelzimmer pro Woche) angesehen und erstmal für eine Woche gemietet.


Auf dem Rückweg nach Downtown um die letzte Nacht im Samesun zu verbringen, haben wir uns etwas verlaufen. Prompt kam eine supernette Kanadierin zu uns, hat ein bisschen mit uns geschwatzt und uns ihre Emailadresse gegeben.
Am nächsten Tag saßen wir mit ihr zusammen im hauseigenen Whirlpool. ;)



Zur Erklärung:
Sie hatte vor zwei Jahren einen schweren Autounfall und schafft seitdem nicht mehr alles selbst. Wir helfen hier beim Hundeausführen, Einkaufstüten schleppen und putzen ihre gesamte Wohnung. Und dafür bekommen wir kostenloses Essen, ein tolles Gefühl vom "Aufgehoben-Sein" und zwei kostenlose Nächte in der hauseigenen Guest-Suite.
Im Haus ist übrigens noch eine Bibliothek, ein normaler Pool, ein Billiard-Raum und ein Fitnessraum. ;) Auf alles haben wir freien Zugriff. JACKPOT!





Für morgen Nacht müssen wir uns jetzt noch etwas suchen, aber Ellen wird immer unsere Ansprechpartnerin und fast schon "kanadische Mommy" bleiben! :)

Aber was Negatives gibt's auch: Heimweh! Wir vermissen euch.

Lasst es euch gut gehen!
Hanni & Nickel


Sonntag, 21. Oktober 2012

Die erste Begegnung mit einem BÄREN!

Vorgestern haben wir uns zwei richtig coole Cruiser-Fahrräder gemietet (meins war rosa, juhu!) und sind zum Stanley Park gefahren, dem wohl natürlichsten Großstadt-Park in ganz Kanada.



Von dort aus hatte man einen atemberaubenden Blick auf Vancouver Downtown und wir haben endlich das "richtige Vancouver" gesehen - nicht nur die überwältigende Masse aus Menschen und Hochhäusern, die jeden Tag vor unserem Hostel wartet.


Und dann war dort unser erster Bär... Beim Umrunden des Beavers Lake im Stanley Park, wo wir ein süßes schwarzes, ganz zutrauliches Squirrel (kanadisches Eichhörnchen) und ein kleines, freches Chipmunk gesehen haben, mussten wir eine Notbremsung an einer Mülltonne einlegen. Denn dahinter hockte ein Ganoven-Waschbär, der gerade die Mülltonne ausrauben wollte.
Über unser Stück Toastbrot war er angesichts des Kabel-Salats, den er in der Tonne gefunden hätte, sehr dankbar.



Gestern waren wir am Hafen auf Granville Island, einer vorgelagerten Insel von Downtown. Dort ist ein riesiger öffentlicher Markt, wo es frische Lebensmittel und alles andere gibt, was das Work-and-Traveller-Herz begehrt. Der Spaziergang dorthin hat etwa 40 Minuten gedauert, der Ausblick war es aber definitiv wert!




Anschließend haben wir uns Vancouver's ältesten Stadtteil angesehen, Gastown. Die Häuser und die traditionellen Ahornsirup-Bonbons waren zwei der besten Eindrücke!


Morgen steht dann Bankkonto eröffnen und Job suchen auf dem Plan. Heute haben wir uns ein neues, billigeres Hostel gesucht und schlafen ab morgen Abend tatsächlich im ZWEIER-ZIMMER (entgegen aller Erwartungen zu Hause ;-)). Das ist nämlich sogar noch billiger als das 6-Bett-Zimmer im Samesun Hostel, in dem wir momentan untergebracht sind.
Dafür ist das neue C&N-Backpackers in einer ziemlich schäbigen Gegend von Vancouver. Hoffentlich kriegen wir einen Job, bei dem wir zeitig Feierabend haben.

Auf dem Rückweg nach Downtown haben wir an einer Kreuzung wohl etwas verloren ausgesehen, denn wir wurden gleich von einer supernetten kanadischen Frau angesprochen, die uns weiterhelfen wollte. Ihr haben wir erzählt, dass wir gerade auf der Suche nach einer günstigen Unterkunft für die nächsten Wochen sind und sie hat uns sofort ihre Mailadresse gegeben, weil ihr Mitbewohner ein 23-jähriger deutscher Ingenieur ist.

Wir sind hier was die Leute betrifft wirklich gut aufgehoben. Der Rest wird sich hoffentlich einpegeln! :-)

Wir denken an euch!
Hanni & Nickel


Donnerstag, 18. Oktober 2012

Vom Ankommen!

Nach 10 Stunden ermüdendem Flug sind wir gut in Vancouver angekommen, wo wir von einer netten deutschen Kristina abgeholt worden sind, die schon seit August in Kanada ist.

Die hat uns dann auch gleich zum Hostel gebracht, was mitten in Downtown liegt und 'ne ziemliche Party-Einkehrstätte zu sein scheint.
Die zwei Mitreisenden, die wir über Praktikawelten schon kennen, sind sehr nett und schlafen mit uns im Vierer-Zimmer im Samesun Hostel für die ersten 3-5 Nächte.

Dort haben wir unsere Rucksäcke auf's Bett geschmissen, uns kurz ausgeruht und dann ging's zur ersten kleinen Stadtbesichtigung. Und zu Tim Hortons, wo ich meinen langersehnten Sprinkle Donut bekommen habe!

Zum Abendbrot gab's dann ganz spartanisch Nudeln mit Tomatensoße - für mehr wollten wir unser Geld auch nicht ausgeben, weil wir zum Einen gar nicht viel Hunger hatten und zum Anderen die Preise in Kanada ziiiiemlich teuer sind.

Heute geht es zum Orientation-Day von unserer Organisation, die uns wichtige Details zum Arbeiten und Leben in Kanada verraten wird.
Danach werden wir wohl mal zum Hafen schauen - Kristina hat gesagt, dort kann man Robben sehen! :)

Bilder kann ich im Moment leider nicht hochladen - ihr kriegt sie zu sehen, sobald das Internet hier gut funktioniert.

Lasst es euch gut gehen!

Sonntag, 14. Oktober 2012

Vom Ein- und wieder Auspacken.

Noch 3 mal schlafen - dann heißt es für uns endgültig "KANADA, WIR KOMMEN!".

Ein langer Eintrag wird das jetzt allerdings nicht, sondern lediglich der Beweis, dass wir noch nicht vor Aufregung umgefallen sind und es uns blendend geht (bis auf ein bisschen Schnupfen mit durchschnittlichem Taschentuchverbrauch von 3 Packungen pro Tag).

Die Taschen sind bis oben hin voll gepackt mit dicken Pullovern, Fleece-Jacken, Socken, die dicker sind als manche meiner Schuhe, Steckdosen-Adaptern , und und und...





 Oberstes Gebot im Moment: Bloß nichts vergessen!

Das soll's auch schon gewesen sein,
ihr kriegt aber bald Posts am Fließband, wenn wir erstmal "drüben" sind. :-)