Freitag, 19. Juli 2013

Der Trip neigt sich dem Ende.

Bonjour aus der schoenen Provinz Québec,

es ist wieder mal viel passiert und es wird Zeit fuer den wahrscheinlich letzten Blogeintrag.

Nach Sault Ste. Marie sind wir weiter Richtung Osten gefahren.
Wir haben uns Kanadas Hauptstadt Ottawa fuer ein paar Tage angesehen, sind am Rideau Canal entlangspaziert und haben im National Museum of Canada indianische Kunst bewundert.
Weiter ging es nach Montréal, was uns im ersten Moment nicht besonders gefallen hat. Wir haben den Fehler gemacht mit dem Auto nach Downtown zu fahren, das gespickt von Schlagloechern, roten Ampeln, Nachmittags-Rush und teurem Parken war.
Wir haben uns fuer eine Nacht ein Hostel gegoennt, wo wir Katy und Ryan getroffen haben - zwei liebe, spirituelle Menschen, die uns noch sehr ans Herz wachsen sollten.
In Montréal haben wir auch erste Anlaeufe unternommen unseren lieben Chevy in neue, reiselustige Haende abzugeben.
Doch es musste noch einiges vorher gesehen werden...

Am naechsten Tag ging es also wieder ins Auto und diesmal nach Québec City, einer wunderschoenen, alten, komplett franzoesischen Stadt. Dort haben wir ein paar Tage verbracht und unter anderem das Chateau Frontenac gesehen, das wohl meist fotografierte Hotel der Welt!
Nach Québec City hatten wir die grossen Staedte abgehackt und wollten nur noch ans Meer - dem bewussten Ende unserer Reise.
Wir fuhren ueber Riviere-du-Loup ("Fluss des Wolfes") und Fredericton durch die wunderschoene Provinz New Brunswick bis nach Saint John an die Bay of Fundy. Diese hat neben einem Platz in der Normandie den groessten Tiedenhub der Welt - 15 Meter.
Wenn man Glueck hat, kann man mit Whale-Watching-Tours sogar Blauwale in der Bay sehen, die dort grosse Futtergruende finden.
Saint John hat uns sehr gut gefallen. Die Menschen waren ausserordentlich freundlich und liebenswuerdig.

Und dort hat unsere Reise geendet - das Ziel seit Maerz hiess "Einmal Fuss in den Pazifik dippen, und dann einmal in den Atlantik" und wir haben es geschafft!
Der Trip war ein voller Erfolg - wir sind uns beide einig, dass diese Reise uns sehr weiterentwickelt und veraendert hat!

Nach Saint John ging`s dann wieder in die Provinz Québec, wo wir in Montreal durch Katy und Ryan ein superliebes Paaerchen (Catherine und Francis) getroffen haben, die an unserem Auto interessiert waren.
Sie haben Chevy sofort ins Herz geschlossen und ihn am naechsten Tag gekauft.
Das ging schneller als erwartet und so kam es, dass wir ploetzlich ohne Schlafplatz dastanden. Also haben wir bei ihnen das erste mal Couchsurfing probiert und sind inzwischen seit anderthalb Wochen untrennbar.
Im Moment bin ich gerade mit Catherine in Québec fuer zwei Tage weil sie dort arbeiten muss und wir uns mal eine Pause von den "ollen Jungs" goennen wollten. Francis und Nickel sind in Montréal geblieben und verdrecken wahrscheinlich gerade das Appartment... ;)

Heute Abend fahren wir zurueck und dann geht es am Samstag fuer Nickel und mich etwas weiter suedlich nach Dunham, wo wir auf der Farm eines Freundes fuer eine Woche anlaesslich eines "African Drum Festivals" fuer Kost und Logis arbeiten.

Und danach gehts unmittelbar nach Toronto, um den Flieger am 1. August nicht zu verpassen...

Wir freuen uns riesig auf Zuhause und druecken euch ganz fest!
Hanni & Nickel

Dienstag, 25. Juni 2013

Mal wieder ein Lebenszeichen.

Hallo ihr Lieben,

es tut uns Leid, dass dieser Blog so lange unaktualisiert geblieben ist.
Die Gruende sind ein kaputter Computer, eine Reise quer durch den Kontinent, und ja... auch ein bisschen die Faulheit.

Seit Kalifornien ist viiiiiel passiert.
Ende April sind wir wieder in Kanada angekommen, nach unglaublichen 2 Monaten in den USA voll mit Sonne, Strand und dicken Menschen. (Auch wir haben, zugegebenermassen ein bisschen zugelegt!)
Anfang Mai haben wir dann im Norden Ontarios (in der Naehe von Prince George gibt es einen kleinen Ort namens Burns Lake, von dort aus gesehen sind es 2 Stunden in die Wildnis bis zur Farm.) auf einer Schafsfarm mit wwoofen angefangen.
5 Wochen waren wir dort. 5 Wochen, die nicht wieder aus unserem Kopf und unserem Herzen wegzudenken sind. Wir haben eine neue Familie gefunden, neue Freunde... und auch irgendwie ein Stueck mehr von uns selbst.

Der Tag bestand aus 7 Uhr aufstehen (manchmal wurde es 8, am Sonntag auch mal 11), lecker fruehstuecken, 2 Stunden Gartenarbeit und danach allem anderen was auf einer Ranch so anfaellt. 12 Uhr gab es organisches, selbst angebautes Mittagessen. Das ganze frische Gruenzeug fuehrte dann zu heftigen Geruechen im Farmhaus...
Danach wurde wieder gearbeitet und Punkt um 6 gab es Abendbrot. Meistens selbstgebackenes Brot mit Spiegeleiern - und was fuer Eier, die besten, die wir je gegessen haben!
Und wir kennen sogar die Huehner persoenlich, die sie gelegt hatten.

Anfang Mai kamen wir genau puenktlich, denn es begann gerade die Lammsaison der Schafe. So kam es dass wir kurzerhand Ersatzmamis wurden. Von Luna, "Baby" und Fluffy. Alle drei waren kleine "Problemlaemmer". Fuer Luna hatte die Mama nicht genug Milch, denn sie war das kleinste und fuenfte Schaf. Baby hatte nicht genug Kraft um sich im Kampf um die Milch zu behaupten und Fluffy war viel zu schwach.
Luna war das erste Lamm, was wir unter unsere Fittiche nahmen und mit im Farmhaus schlafen liessen um sie alle 2 Stunden mit der Flasche zu fuettern. Sie ist uns sehr ans Herz gewachsen und kam jedes Mal wenn wir runter zu den Schafen gingen, angerannt um ihre "Eltern" zu begruessen.

Schafscheune. 


Pete, der neue Huetehund!

der Garten.

Sheena.

Luna, das alte Schaf.

Baby

Nach 5 wunderschoenen Wochen auf einer Farm mitten im Nirgendwo, an einem Trinkwasser-See, so gross, dass es aussah wie am Meer, mussten wir Abschied nehmen um den Rest Kanadas bereisen zu koennen bevor es bald wieder nach Hause geht.

Von der Farm ging es nach Vancouver Island fuer 3 Tage.
Dann zurueck nach Vancouver, wo wir unsere Freundin Sheena aus England von der Farm wiedergetroffen haben. Nach 3 Tagen Sightseeing ging es los.
Die Route wurde gut geplant, das Auto voll beladen, Wasserkanister aufgefuellt, Kameraakku geladen...

Hier die Orte, die wir bisher bereist haben:
- Kamloops, British Columbia
- Jasper, Alberta
- Lake Louise, Alberta
- Banff, Alberta
- Calgary, Alberta
- Medicine Hat, Alberta
- Swift Current, Saskatchewan
- Regina, Saskatchewan
- Winnipeg, Manitoba
- Kenora, Ontario
- Thunder Bay, Ontario

Einige Impressionen der bisherigen Reise:



im Hintergrund Vancouver Island


Mile 'O'. Der Beginn des Transcanada-Highway. In wenigen Wochen werden wir am anderen Ende, am Atlantik stehen.


Victoria, British Columbias Hauptstadt

Victoria

Nanaimo

Tofino



Long beach, Vancouver Island

der Beginn der Rockies









black bear mit cubs

Peyto Lake

Grizzlie mit cubs

Nun sitzen wir hier gerade in der Bibliothek und nachher geht es weiter Richtung Sault Ste. Marie.
Die naechsten groesseren Orte heissen Ottawa, Montreal, Quebec, Halifax und finally - Toronto!

Und nach Toronto heisst das Ziel: Home, sweet home!
Wir freuen uns auf euch.
Alles Liebe,
Hanni & Nickel

Montag, 18. März 2013

Finally: Kalifornien!

Hallo ihr Lieben,





Nun sind wir seit mehr als 6 Monaten flügge.
Ein Stück zu Hause habe ich zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen: Meine Mama!
Verrückt wie sie ist, hat sie um Weihnachten rum einen Flug nach Vancouver gebucht und stand dann pünktlich zu meinem Arbeitsbeginn in der Tür meines Babyladens.
Das war vielleicht eine Überraschung!
Sie blieb eine Woche, in der ich 3 Tage frei hatte und wir viel viel unternommen haben und die Zeit zusammen genießen konnten.







Eine Woche später hieß es dann auch schon Tschüß sagen.
Tschüß zum Job, zu den lieben Menschen, die wir in den 5 Monaten in Vancouver kennengelernt haben - Tschüß zum kanadischen Zuhause in der Alma Street, Tschüß zum Regen und Tschüß zu Elena, der wahrscheinlich schwierigsten Etappe des Tschüß-Sagens.


Und dann ging es los am 1. März.
Das erste Ziel hieß "Amerikanische Grenze" und somit Seattle.



Nachdem wir die Kontrolle passiert hatten und unser 90 Tages-Visum in den Pass geheftet bekamen, waren wir frei.
Frei...
Ein komisches Gefühl. Schön, aber komisch. Das Portmonnaie beinhaltete soviel Geld, wie wir verdient hatten. Der Reiseführer lag bereit und das Navi funktionierte. Aber wohin?
San Diego, irgendwann. Das war klar. Aber die 2300 km zwischen Vancouver und San Diego waren unklar.
Letzendlich stand alles unter dem Motto "Hauptsache raus aus dem Regen", denn unser guter alter Chevy ist leider undicht.



Also haben wir recht schnell den gesamten Staat Washington durchquert und uns auch für Oregon nicht länger als eine Woche Zeit genommen.
Nun sind wir in Kalifornien. Das Wetter schwankt zwischen 15 und 25 Grad, zwischen Sonne und bewölkt.
Wir fahren am Highway 1 entlang, direkt an der Küste. Dieser wird uns nach San Diego führen.

Allein die 18 Tage waren schon wunderschön und ohne nennenswerte schlechte Erfahrungen.
Wir haben superliebe Menschen getroffen, so ziemlich auf allen Walmart-Parkplätzen der amerikanischen Westküste geschlafen und uns nur einmal mit der Polizei wegen illegalen Campens angelegt (das ist hier leider überall verboten, außer man bezahlt 30 Dollar aufwärts für "legale Campingplätze" oder Hostels).
Das hat uns dann 100 Dollar gekostet und einen Tag mit mieser Laune.
In Zukunft werden wir an Häusern klingeln und fragen, ob wir auf deren Privatgrundstück parken dürfen.
Letzte Nacht hat das zumindest gut geklappt.
Heute schlafen wir aber mal ganz gesittet auf nem spottbilligen 27 $/Nacht Campingplatz in Monterey. ;-)

Für morgen haben wir eine Whale-Watching Tour gebucht auf die wir uns schon riesig freuen.
Das nächste große Ziel heißt dann Los Angeles.

Das erste Frühstück, Seattle, WA.

Unsere Küche für die nächsten 5 Monate.

Lebensmitteleinkauf in Portland.

Portland.










Die größten Bäume der Welt, Redwood Trees.

Robben.

Denise, die liebste Amerikanerin!



Freunde.



Aber auch wenn man hier am Tag viel Ablenkung bekommt, denken wir sehr lieb an euch zu Hause.
Wir drücken die Daumen, dass sich das Wetter schnell bessert, sich kleine und auch die etwas größeren Probleme in Luft auflösen und ihr die Ohren steif haltet!

Gute Besserung an dich, lieber Wolfgang! Komm schnell wieder auf die Beine.

Alles Liebe,
Hanni & Nickel