Entschuldigt bitte, dass es so lange keine Berichterstattung mehr von uns gab.
Inzwischen haben wir so viel erlebt, dass ich es nun gar nicht mehr schaffe, alles zu erzählen, aber ich versuche es:
Letztes Wochenende haben uns Maxl und Nadine (Nickels Bruder und Freundin) spontan aus San Diego besucht, wo die beiden ein Semester studieren.
Ihr hättet Nickels Gesicht am Flughafen sehen sollen, denn er hat nichts davon gewusst.
Zur Feier des Tages gab es dann supergünstiges SUSHI!
... und am nächsten Morgen gutes kanadisches/amerikanisches Frühstück: Pancakes, Bacon und Ei.
Den Rest des Tages haben wir damit verbracht mit dem Sea Bus nach North Vancouver zu fahren um uns dort die Lynn Canyon Suspension Bridge anzuschauen - eine Hängebrücke, mitten im Wald, die über einen Gletscherfluss führt.
Auf der anderen Seite sind wir flussaufwärts durch den Wald gewandert,
bis wir zu einer Stelle kamen, an der es uns gefallen hat.
Hier war das Wasser so klar, dass man es trinken konnte.
Zum Steine reinschmeißen war es aber auch ok!
Anschließend sind wir mit dem Bus zurück zum Hafen gefahren und sind noch kurz über den Lonsdale Quay Market (eine riesige Markthalle mit frischem Obst, Gemüse und vielem mehr) gebummelt.
Dann sind wir zurück nach Downtown gefahren, weil es schon langsam dunkel wurde und wir unbedingt noch etwas vom Vancouver Lookout aus sehen wollten.
Eigentlich würde die Fahrt bis auf den Aussichtspunkt 15 Dollar kosten. Wir waren aber gewieft (oder dreist, wie man es nennen mag ;-)) und sind stattdessen ins Restaurant 2m weiter unten gefahren und hatten genau denselben Ausblick. Plus bequeme Stühle und eine leckere Tasse Café.
Um den tollen Ausblick zu verdauen, gab es - was auch sonst - Tim Horton's Donut's.
Am Sonntag hat es leider wieder geregnet, das war aber nicht weiter schlimm, denn wir wollten sowieso ins Vancouver Aquarium.
Dort gibt es von Quallen, über Otter, über Schmetterlinge, über Beluga-Wale und Delfine wirklich alles, was das Anglerherz begehrt!
Würde ich euch alle Bilder zeigen, würde es wahrscheinlich Tage dauern, sie hochzuladen - also gibt es hier nur eine kleine Auswa(h)l.
Am Montag morgen haben Maxl und Nadine dann ihren Roadtrip zurück in die USA gestartet.
Nickel und ich sind aus dem schönen Hotel, in dem wir mit den beiden gewohnt haben, zurück ins billigere Hostel nach Downtown gezogen, in dem wir bis heute gewohnt haben.
Ab heute wohnen wir bis zum 1. Dezember in einem großen Haus bei einer alten Frau, deren Sohn die oberen Zimmer vermietet.
Allein das Bad reißt einen vom Hocker (zumindest, wenn man Hostelduschen gewohnt ist) - eine riesige Badewanne, zwei Waschbecken plus nochmal eine extra Dusche.
Ab dem 1. Dezember haben wir eine richtige Wohnung bis Februar, die wir uns mit einem netten, kanadischen Studenten und seinen zwei zuckersüßen, superflauschigen Katzen teilen.
Die beiden neuen Unterkünfte liegen nur 15 Minuten von unseren Arbeitsplätzen weg.
Ja, ihr habt richtig gehört - Arbeitsplätze!
Ich arbeite seit einer Woche im Baby Crocodile, einem kleinen, auf organische Produkte fixierten Babyladen. Der ist randvoll gefüllt mit Kuschis, Plüschbären, Strampelanzügen, Grippen, Spieluhren und Babyschuhen. Da hab ich richtig Glück gehabt, denn ich bekomm sogar noch 2 Dollar mehr pro Stunde als der Mindestlohn ist.
Eine Art Arbeitsvertrag gibt es hier in Kanada scheinbar nicht wirklich. Das heißt, ich könnte jeden Tag gefeuert werden - aber bis jetzt sieht es gut aus, also denke ich, dass ich bis Februar dort arbeiten werde.
Nickel hat heute seinen zweiten Probearbeitstag in einem Café. Bei ihm sieht es genauso gut aus, dass er den restlichen November noch einen part-time- und ab Dezember einen fulltime-Job bekommt.
Ihr seht - uns geht es hier endlich wieder gut. Bis gestern hatten wir eher ein kleines Tief im Work-and-Travel-Glücks-Jahr. Das Hostel hat uns einen Großteil unserer Ersparnisse gekostet, Jobmöglichkeiten sahen rar aus und eine Wohnung als Päärchen zu finden, erschien uns so gut wie unmöglich.
Aber jetzt geht's wieder bergauf! :-)
Außer für Nickel... der guckt jetzt so:
... weil ich mit dem hier durchgebrannt bin!
Lasst es euch zu Hause gut gehen!
Wir denken lieb an euch.
Dienstag, 20. November 2012
Dienstag, 6. November 2012
Zurück in der Wirklichkeit.
Hallo ihr Lieben,
es hat sich viel getan in den letzten Tagen. Am Freitag sind wir bei Ellen "ausgezogen", weil Angelas Familie über's Wochenende zu Besuch kam und "unser" Zimmer brauchte.
Damit sind nicht nur die schönen Gespräche mit Ellen, sondern auch Milch, Cornflakes, Süßigkeiten und leckeres Essen begraben.
Nun beginnt wieder das Hostelleben, in das wir am Samstag Abend mit dem Einzug ins HI Hostelling International Hostel gestartet sind.
Das liegt ein bisschen außerhalb von Vancouver Downtown, aber immer noch so nah, dass alles zu fuß erreichbar ist. Tickets kosten hier pro Fahrt 2,50$, da überlegt man sich dreimal, ob es die Fahrt wert ist. So kam es auch, dass wir gestern von einem Ende der Stadt zum anderen einen halbstündigen Abendspaziergang mit unseren Abendbrotseinkäufen gemacht haben.
Und was wir da nach Hause geschleppt haben, war wie ein kleiner Lottogewinn!
BROT, "German Style"!
Nachdem wir das letzte dunkle Brot in Deutschland gegessen haben, gab es hier nur Weißbrot. Die Variationen sind hier zwar wesentlich vielfältiger - Bagel, Toast, Baguette so weit das Auge reicht -
aber irgendwann reicht es auch.
Also schleppten wir gestern glücklich und zufrieden eine Gurke (1,49$!), einen Gouda, Schinken, unser Brot und Eier ins Hostel und hatten ein Festmahl wie schon lange nicht mehr.
Es ist wirklich schwer hier auf "gutes" Essen zu achten. Denn wenn man keine 2$ für ein kleines Bund Möhren ausgeben möchte, muss man eben auf die gute alte Gen-Möhre aus dem Chinaladen umsteigen.
Das die nicht so gut schmeckt und wahrscheinlich ziemlich ungesund ist, muss man verkraften, wenn sie stattdessen nur ein Drittel so viel kostet. Besser als keine!
Was die Jobsuche betrifft, haben wir in den letzten Tagen viele viele Tipps gesammelt und dutzende Internetseiten durchforstet (Danke, Papa!). Was dabei herauskam, wissen wir noch nicht genau, denn die meisten Chefs lassen sich hier ein wenig Zeit was die Beantwortung der Mails betrifft.
Einen kleinen Glücksgriff hatten wir aber schon. Wir haben uns in der Park Lodge in Jasper, Alberta beworben. Zurück kam ein Fragebogen mit tausenden Fragen à la "Ich bin hervorragend." "Zustimmen oder nicht?", die wir nach 40 Minuten auch endlich alle beantwortet hatten. Als nächstes möchte der Chef morgen früh mit uns ein 30 minütiges ENGLISCHES Telefoninterview führen... Das kann was werden!
Wenn das in der Park Lodge leider nicht klappt, gibt's Plan B's und C's in Banff als Putzmädchen oder Verkäuferin. Irgendwas werden wir schon finden. :-)
Um in den letzten Tagen in Vancouver noch an ein bisschen Geld zu kommen, haben wir auch schon Initiativen gestartet. ;-) Bis jetzt hat sich aber leider noch niemand gemeldet.
Neben all dem Jobsuchen und Sorgen machen, dass das Geld nicht reicht, gibt's aber auch schöne Sachen zu berichten.
Am Sonntag waren wir in Whistler, dem wohl bekanntesten Skigebiet (Olympische Winterspiele!) in British Columbia. Dort sind wir mit dem Bus hingefahren, was gar nicht mal so teuer war. Leider hatten wir aber mit dem Wetter Pech. Obwohl eigentlich Schnee angesagt war, wurde es doch zu warm und hat deswegen nur geregnet. Gesehen haben wir trotzdem ein bisschen - alles vom Whistler Museum, dem Skilift und der Flaniermeile bis zum Aboriginal Arts Museum, und ganz viel Natur.
Um neun Uhr abends ging's dann mit dem Bus zurück nach Vancouver.
Gestern waren wir noch auf dem Grouse Mountain, das Skigebiet welches am nächsten an Vancouver liegt. Wir sind mit dem Seabus (an dessen Terminal man uns 12 Pack Joghurt aufgrund einer Werbeaktion geschenkt hat, YEEEEEEEEEEEEEEHA!!! Ein Vierer-Pack kostet hier normalerweise 6$) nach North Vancouver gefahren und von dort mit dem Bus bis zum Lift vom Berg.
Eigentlich führt eine Treppe auf die Spitze des Bergs, dessen Besteigung so etwa 2 Stunden dauert, aber die war leider schon geschlossen bis zum nächsten Sommer. Also mussten wir wohl oder übel das Portemonnaie zücken, wenn wir nicht wieder hätten zurückfahren wollen ohne etwas vom Berg zu sehen.
Oben angekommen hätten wir eigentlich einen atemberaubenden Blick auf Vancouver und die Umgebung haben sollen, aber irgendwie war gestern nicht gerade unser Glückstag (bis auf den JOGHURT!) und wir waren wunderbar weich eingebettet in Wolken und Nebel und noch mehr Wolken.
Was wir trotzdem sahen, war dafür aber spektakulär. Auf dem Berg haben sie ein Wildgehege für zwei verwaiste Grizzlybären aufgestellt, die dort seit 10 Jahren wohnen. Der eine heißt Coola, der andere Grinder und die waren echt süß (so mit Zaun drum rum....).
Im Anschluss haben wir uns noch einige Reportagen über die Geschichte des Bergs und die Geschichte der zwei Bären im berg-eigenen Theater angesehen. Der Preis dafür war immerhin mit im Liftticket inbegriffen.
Und zum Schluss noch ein paar Impressionen der letzten Tage in Vancouver, zu denen es keine größeren Geschichten gibt.

Ich hoffe, das war jetzt erstmal genug um euch den Abend zu versüßen oder euch einfach auf dem Laufenden zu halten. :-)
Lasst es euch gut gehen!
es hat sich viel getan in den letzten Tagen. Am Freitag sind wir bei Ellen "ausgezogen", weil Angelas Familie über's Wochenende zu Besuch kam und "unser" Zimmer brauchte.
Damit sind nicht nur die schönen Gespräche mit Ellen, sondern auch Milch, Cornflakes, Süßigkeiten und leckeres Essen begraben.
Nun beginnt wieder das Hostelleben, in das wir am Samstag Abend mit dem Einzug ins HI Hostelling International Hostel gestartet sind.
Das liegt ein bisschen außerhalb von Vancouver Downtown, aber immer noch so nah, dass alles zu fuß erreichbar ist. Tickets kosten hier pro Fahrt 2,50$, da überlegt man sich dreimal, ob es die Fahrt wert ist. So kam es auch, dass wir gestern von einem Ende der Stadt zum anderen einen halbstündigen Abendspaziergang mit unseren Abendbrotseinkäufen gemacht haben.
Und was wir da nach Hause geschleppt haben, war wie ein kleiner Lottogewinn!
BROT, "German Style"!
Nachdem wir das letzte dunkle Brot in Deutschland gegessen haben, gab es hier nur Weißbrot. Die Variationen sind hier zwar wesentlich vielfältiger - Bagel, Toast, Baguette so weit das Auge reicht -
aber irgendwann reicht es auch.
Also schleppten wir gestern glücklich und zufrieden eine Gurke (1,49$!), einen Gouda, Schinken, unser Brot und Eier ins Hostel und hatten ein Festmahl wie schon lange nicht mehr.
Es ist wirklich schwer hier auf "gutes" Essen zu achten. Denn wenn man keine 2$ für ein kleines Bund Möhren ausgeben möchte, muss man eben auf die gute alte Gen-Möhre aus dem Chinaladen umsteigen.
Das die nicht so gut schmeckt und wahrscheinlich ziemlich ungesund ist, muss man verkraften, wenn sie stattdessen nur ein Drittel so viel kostet. Besser als keine!
Was die Jobsuche betrifft, haben wir in den letzten Tagen viele viele Tipps gesammelt und dutzende Internetseiten durchforstet (Danke, Papa!). Was dabei herauskam, wissen wir noch nicht genau, denn die meisten Chefs lassen sich hier ein wenig Zeit was die Beantwortung der Mails betrifft.
Einen kleinen Glücksgriff hatten wir aber schon. Wir haben uns in der Park Lodge in Jasper, Alberta beworben. Zurück kam ein Fragebogen mit tausenden Fragen à la "Ich bin hervorragend." "Zustimmen oder nicht?", die wir nach 40 Minuten auch endlich alle beantwortet hatten. Als nächstes möchte der Chef morgen früh mit uns ein 30 minütiges ENGLISCHES Telefoninterview führen... Das kann was werden!
Wenn das in der Park Lodge leider nicht klappt, gibt's Plan B's und C's in Banff als Putzmädchen oder Verkäuferin. Irgendwas werden wir schon finden. :-)
Um in den letzten Tagen in Vancouver noch an ein bisschen Geld zu kommen, haben wir auch schon Initiativen gestartet. ;-) Bis jetzt hat sich aber leider noch niemand gemeldet.
Neben all dem Jobsuchen und Sorgen machen, dass das Geld nicht reicht, gibt's aber auch schöne Sachen zu berichten.
Am Sonntag waren wir in Whistler, dem wohl bekanntesten Skigebiet (Olympische Winterspiele!) in British Columbia. Dort sind wir mit dem Bus hingefahren, was gar nicht mal so teuer war. Leider hatten wir aber mit dem Wetter Pech. Obwohl eigentlich Schnee angesagt war, wurde es doch zu warm und hat deswegen nur geregnet. Gesehen haben wir trotzdem ein bisschen - alles vom Whistler Museum, dem Skilift und der Flaniermeile bis zum Aboriginal Arts Museum, und ganz viel Natur.
Um neun Uhr abends ging's dann mit dem Bus zurück nach Vancouver.
| Whistler Museum |
| Herr Regenmann. Wir haben etwa 10 Komplimente für unseren coolen Style bekommen! ;) |
| Ganz da oben sieht man sogar ein bisschen Schnee... |
| Der Skilift. |
Gestern waren wir noch auf dem Grouse Mountain, das Skigebiet welches am nächsten an Vancouver liegt. Wir sind mit dem Seabus (an dessen Terminal man uns 12 Pack Joghurt aufgrund einer Werbeaktion geschenkt hat, YEEEEEEEEEEEEEEHA!!! Ein Vierer-Pack kostet hier normalerweise 6$) nach North Vancouver gefahren und von dort mit dem Bus bis zum Lift vom Berg.
| Nickel sollte "schön gucken"! |
| Blick auf North Vancouver |
| Unser Empfangskommitee. |
| Blick auf Vancouver Downtown. |
Eigentlich führt eine Treppe auf die Spitze des Bergs, dessen Besteigung so etwa 2 Stunden dauert, aber die war leider schon geschlossen bis zum nächsten Sommer. Also mussten wir wohl oder übel das Portemonnaie zücken, wenn wir nicht wieder hätten zurückfahren wollen ohne etwas vom Berg zu sehen.
Oben angekommen hätten wir eigentlich einen atemberaubenden Blick auf Vancouver und die Umgebung haben sollen, aber irgendwie war gestern nicht gerade unser Glückstag (bis auf den JOGHURT!) und wir waren wunderbar weich eingebettet in Wolken und Nebel und noch mehr Wolken.
| Die Sonne muss man nutzen, wenn sie mal scheint. |
Was wir trotzdem sahen, war dafür aber spektakulär. Auf dem Berg haben sie ein Wildgehege für zwei verwaiste Grizzlybären aufgestellt, die dort seit 10 Jahren wohnen. Der eine heißt Coola, der andere Grinder und die waren echt süß (so mit Zaun drum rum....).
Im Anschluss haben wir uns noch einige Reportagen über die Geschichte des Bergs und die Geschichte der zwei Bären im berg-eigenen Theater angesehen. Der Preis dafür war immerhin mit im Liftticket inbegriffen.
Und zum Schluss noch ein paar Impressionen der letzten Tage in Vancouver, zu denen es keine größeren Geschichten gibt.
| Regenhunde. |
| Otter in der English Bay. |
Ich hoffe, das war jetzt erstmal genug um euch den Abend zu versüßen oder euch einfach auf dem Laufenden zu halten. :-)
Lasst es euch gut gehen!
Abonnieren
Posts (Atom)

