Nun sind wir seit mehr als 6 Monaten flügge.
Ein Stück zu Hause habe ich zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen: Meine Mama!
Verrückt wie sie ist, hat sie um Weihnachten rum einen Flug nach Vancouver gebucht und stand dann pünktlich zu meinem Arbeitsbeginn in der Tür meines Babyladens.
Das war vielleicht eine Überraschung!
Sie blieb eine Woche, in der ich 3 Tage frei hatte und wir viel viel unternommen haben und die Zeit zusammen genießen konnten.
Eine Woche später hieß es dann auch schon Tschüß sagen.
Tschüß zum Job, zu den lieben Menschen, die wir in den 5 Monaten in Vancouver kennengelernt haben - Tschüß zum kanadischen Zuhause in der Alma Street, Tschüß zum Regen und Tschüß zu Elena, der wahrscheinlich schwierigsten Etappe des Tschüß-Sagens.
Und dann ging es los am 1. März.
Das erste Ziel hieß "Amerikanische Grenze" und somit Seattle.
Nachdem wir die Kontrolle passiert hatten und unser 90 Tages-Visum in den Pass geheftet bekamen, waren wir frei.
Frei...
Ein komisches Gefühl. Schön, aber komisch. Das Portmonnaie beinhaltete soviel Geld, wie wir verdient hatten. Der Reiseführer lag bereit und das Navi funktionierte. Aber wohin?
San Diego, irgendwann. Das war klar. Aber die 2300 km zwischen Vancouver und San Diego waren unklar.
Letzendlich stand alles unter dem Motto "Hauptsache raus aus dem Regen", denn unser guter alter Chevy ist leider undicht.
Also haben wir recht schnell den gesamten Staat Washington durchquert und uns auch für Oregon nicht länger als eine Woche Zeit genommen.
Nun sind wir in Kalifornien. Das Wetter schwankt zwischen 15 und 25 Grad, zwischen Sonne und bewölkt.
Wir fahren am Highway 1 entlang, direkt an der Küste. Dieser wird uns nach San Diego führen.
Allein die 18 Tage waren schon wunderschön und ohne nennenswerte schlechte Erfahrungen.
Wir haben superliebe Menschen getroffen, so ziemlich auf allen Walmart-Parkplätzen der amerikanischen Westküste geschlafen und uns nur einmal mit der Polizei wegen illegalen Campens angelegt (das ist hier leider überall verboten, außer man bezahlt 30 Dollar aufwärts für "legale Campingplätze" oder Hostels).
Das hat uns dann 100 Dollar gekostet und einen Tag mit mieser Laune.
In Zukunft werden wir an Häusern klingeln und fragen, ob wir auf deren Privatgrundstück parken dürfen.
Letzte Nacht hat das zumindest gut geklappt.
Heute schlafen wir aber mal ganz gesittet auf nem spottbilligen 27 $/Nacht Campingplatz in Monterey. ;-)
Für morgen haben wir eine Whale-Watching Tour gebucht auf die wir uns schon riesig freuen.
Das nächste große Ziel heißt dann Los Angeles.
| Das erste Frühstück, Seattle, WA. |
| Unsere Küche für die nächsten 5 Monate. |
| Lebensmitteleinkauf in Portland. |
| Portland. |
| Die größten Bäume der Welt, Redwood Trees. |
| Robben. |
| Denise, die liebste Amerikanerin! |
| Freunde. |
Aber auch wenn man hier am Tag viel Ablenkung bekommt, denken wir sehr lieb an euch zu Hause.
Wir drücken die Daumen, dass sich das Wetter schnell bessert, sich kleine und auch die etwas größeren Probleme in Luft auflösen und ihr die Ohren steif haltet!
Gute Besserung an dich, lieber Wolfgang! Komm schnell wieder auf die Beine.
Alles Liebe,
Hanni & Nickel