Dienstag, 1. Januar 2013

Santa Claus und Jahreswechsel.

Hallo ihr Lieben,

heute ist der 01.01.2013.
Das fühlt sich irgendwie komisch an - nicht weil wir gestern erst viertel drei ins Bett gefallen sind und auch nicht weil es kein Feuerwerk gab - sondern weil es der erste Jahreswechsel in einem fremden Land, mit 30 fremden Leuten, in einer fremden Sprache war.
Und dieser Jahreswechsel war schön!

Aber fangen wir von vorne an:
Ich habe hier vor ein paar Wochen meine deutsche Freundin Elena im Bus kennen gelernt und seitdem verquatschen wir regelmäßig Stunden in unserem neuen Lieblingscafé Calhouns.


So kam es auch, dass wir zusammen auf eine Weihnachtsfeier gegangen sind, zu dem uns Nickels und mein Mitbewohner eingeladen hat.
Das war ein super lustiger und gemütlicher Abend. Eine der Gastgeberinnen war sogar auch deutsch.
Wir haben Lebkuchenhäuser gebaut (inzwischen sind wir da Meister drin! ;)) und am Feuer gesessen.
Die vorweihnachtliche Stimmung wurde perfekt abgerundet weil es am Vortag geschneit hat - ja, ihr habt richtig gelesen - und der Schnee einen Tag liegen blieb.
Das war der erste Schnee seit 4 Jahren in Vancouver...


Weihnachten an sich war unglaublich schön mit Nickel!
Am 24. Dezember musste er bis 13 Uhr arbeiten. Ich habe ihn von der Arbeit abgeholt, wir sind nach Hause gefahren und konnten nicht länger auf die Bescherung warten. Also gab's die Geschenke schon mittags! ;)
Ich habe einen selbstgenähten Schal mit Innenfell bekommen, der mich in den kalten Wintertagen kuschlig warm hält. In einem kleinen Umschlag waren außerdem zwei Tickets für ein Event namens "Bright Nights" im Stanley Park von Vancouver.


Von meiner Chefin habe ich einen kleinen Plüsch-Fuchs bekommen, den ich in meinem Babyladen ins Auge gefasst hatte. ;)
Der heißt jetzt Freddie und wird uns quer durch Kanada begleiten!


Von zu Hause gab's zum Einen das Bonbonglas (Jaaa, ich habs gewonnen! :)) und ein Paket von Jetti mit selbstgebackenen Plätzchen, Kinderschokolade, ner Lichterkette und vielen leckeren Kleinigkeiten.


Nickel hat von mir eine Thermosflasche, eine Packung Tee und einen Gutschein für einen Tag im Schnee bekommen. Dazu später mehr...

Gegen um vier haben wir uns dann losgemacht. Wohin es ging, wusste ich nicht. Das hatte Nickel alles geheim gehalten.
Wir sind dann mit dem Bus in die Stadt gefahren und er hat mich zum Eislaufen in einer weihnachtlich geschmückten Halle eingeladen. Danach haben wir uns über einem warmen Käffchen aufgewärmt, sind ein bisschen durch die Stadt gebummelt (und an einem Schmuckstand hängen geblieben - jetzt hat Nickel eine neue Kette und ich einen neuen Ring!) und schließlich im Banana Leaf eingekehrt, einem malaysischen Restaurant. Das Essen war vom Feinsten!






 

Nach dem Essen, als wäre das nicht schon genug gewesen um Weihnachten so richtig schön zu machen, sind wir ein bisschen am Hafen lang spaziert und dann in den Stanley Park gefahren, wo die freiwillige Feuerwehr von Vancouver tausende Lichter aufgebaut hat.
In diesem Park fuhr auch eine kleine Eisenbahn eine halbe Stunde durch die Weihnachtswelt. Das konnten wir nicht verpassen! ;)





Der ganze Abend wurde nur geschmälert, weil ich die ganze Zeit dachte, dass Nickel dafür so viel Geld ausgegeben hat, was er eigentlich sparen wollte.
Auf der Rückfahrt im Bus wurde aber auch das Problem beseitigt - meine Mami steckte mit unter der Decke. Die beiden haben zusammen den Plan ausgeheckt - Nickel plant den Abend, Mama finanziert ihn!

Das war das beste kanadische Weihnachten, was man sich vorstellen konnte!

Doch die Überraschungen waren noch nicht zu Ende.
Am 25. Dezember mussten wir schon früh aufbrechen, damit Nickel seinen Schneetag-Gutschein einlösen konnte.
Wir sind mit dem Seabus nach North Vancouver gefahren und haben von dort einen Shuttle zum Mount Seymour genommen. Oben angekommen waren 3 cm Neuschnee, knackige -5°C und ziemlich wenige Menschen. Wir haben Ski und Snowboard ausgeliehen und uns die Pisten runtergestürzt. Zwischendurch gab's nen Kakao in der Hütte und ein hastig heruntergeschlungenes Brötchen und dann gings weiter. Wir hatten schließlich nur 4 Stunden Zeit. ;)




Die Woche zwischen Weihnachten und Silvester ging ziemlich schnell vorbei.
Eigentlich ist auch nichts Spannendes passiert. Wir haben gearbeitet, uns abends den Kopf zerbrochen, was es zum Essen geben soll und früh die Decke über den Kopf gezogen, wenn der Wecker klingelte.

Damit ihr seht, wie mein Arbeitsplatz aussieht, gibt's jetzt hier mal ein Bild.


Und gestern war dann der letzte Tag des Jahres 2012, in dem so viel passiert ist - Abitur, Reisevorbereitung und schließlich der Sprung in ein ganz anderes Leben, als wir es gewohnt waren.

Durch Elena sind wir gestern auf einer Hausparty ins neue Jahr gestartet.
Etwas anderes konnte man auch nicht wirklich machen - die meisten Kanadier gehen hier zu Silvester in Clubs, die die Preise für den Eintritt auf mindestens 30 Dollar anheben. Ein offizielles Feuerwerk gibt es hier auch nicht, also feiern die meisten Normalverdiener auf Hausparties ins neue Jahr.
Der Abend gestern war ein Mix aus Nationalitäten, Bräuchen und Musik.
Von Chile, über Mexico, Deutschland, Tschechien, Japan und Kanada war eigentlich jedes Land vertreten. Punkt Null Uhr wurde ABBA angemacht, japanische Neujahrssuppe verspeist und getanzt bis zum Umfallen.
Ein schöner Abend...!





Die nächste Zeit wird jetzt wieder gearbeitet, Geld beiseite gelegt, Rezepte für schnelles und günstiges Essen gesucht und das "normale" Leben in einem fremden Land genossen, bis es im März dann hoffentlich mit dem eigenen Auto Richtung Nirgendwo geht...!

Wir wünschen euch einen guten Start in 2013 und denken lieb an zu Hause,
Hanni & Nickel


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